Living happily ever after >

Mit minimalem Requisiten- und maximalem Körpereinsatz, eindrucksvollen Ideen und durchweg begeisterndem Handwerk zeigen Hochkeppel und Hofmann, warum niemand anders als sie an diesem Abend auf der West-off-Bühne stehen. Sie zeigen, dass es auch jenseits technologischer Entwicklungen noch Neuerungen im theatralischen und damit auch im menschlichen Bereich gibt. Es braucht nur genug Fantasie, darauf zu kommen.
opernnetz.de

Gezeichnet wird das Bild einer bindungswilligen Gerneration: Man genießt die Vorzüge der Zweisamkeit, bleibt jedoch frei von Verpflichtungen und Verbindlichkeiten.
Die rundum gelungene Performance ist eine körperliche und gleichzeitig poetische Auseinenadersetzung mit dem Thema.
Kölnische Rundschau

Helden >

In der Inszenierung der Folkwang-Regieabsolventin Laura N. Junghanns am Bochumer Prinz Regent Theater schlüpfen die Helden-Darsteller auch in die Rollen der Eltern: Luca Zahn in die des Vaters mit im wahren Wortsinn affigen Imponiergehabe, Corinna Pohlmann in die der hysterischen, stets zurücksteckenden Mutter. Eine kluge Reduktion der 24-Jährigen: Ihre Inszenierung, die das Pferd von hinten aufzäumt, indem sie mit dem Anschlag auf das Thermenhotel beginnt, ist weit spannender als das Stück, dem ich eingestandernermaßen wenig abgewinnen kann […] Laura N. Junghanns‘ Mut, die innere Leere der beiden jungen Protagonisten nicht mit äußerem Aktionismus verkleistert zu haben, ist nicht hoch genug zu loben.
Sonntagsnachrichten Herne

Ein hervorragend gespielter Abend über explosive Befindlichkeiten.
WDR

Die überrumpelnde Bühnenkraft des „Helden“-Textes geht dank der straffen Regie nie verloren.
Der Westen

Laura N. Junghanns hat sie [die Rollen] mit ihrer Bühnen- und Kostümbildnerin Marina Sell Cajueiro in eine Welt zwischen Gestern und Morgen gesteckt. Sie erinnert genauso an retrofuturistische Vorstellungen aus den 1960er-Jahren wie an den in Watte gepackten Weltentwurf aus Leif Randts Roman „Schimmernder Dunst über Coby County“. Was soll man ein Held sein, wenn alle Mauern, die man einrennen möchte, gepolstert sind? Genau, man sprengt ein Wellness-Hotel in die Luft.
Ruhrnachrichten

Grauland >

Neben der tollen Musikauswahl und den immer wieder passend zur Situation wechselnden Lichtverhältnissen, hat es Laura N. Junghanns  geschafft mit den jungen Schauspielern ein tolles und packendes Stück zu inszenieren. Es thematisiert viele wichtige Aspekte, die uns in der heutigen Zeit immer wieder beschäftigen und lässt dem Zuschauer Raum für eigene Interpretationsmöglichkeiten. „Du bist anders, ich liebe dich“, damit endet das Stück und man wünscht sich diesen Satz noch viel öfter in unserer heutigen Gesellschaft zu hören.
Thalia Theaterblog

EIN TRAUMSPIEL >

„Traumspiel“ ist ein Alptraum, den die junge Regisseurin grotesk in Szene setzt. Immer wieder findet sie wunderliche Bilder für die einzelnen Stationen, die Agnes auf der Erde durchläuft. Junghanns’ Inszenierung ist eine starke, körperbetonte Ensembleleistung, die sie stringent durchchoreographiert, ohne die Arbeit am Text zu vernachlässigen. 
WAZ

Laura N. Junghans’ Inszenierung lässt eine fast clowneske bis absurde Spaßguerilla auf der Bühne wüten, um ironisch und krachend damit zu spielen, was mit so existentiellem Aufwand kaschiert wird: Das Unglück in der menschlichen Existenz.
BSZ